Eine Zeitreise durch Münsters Sportgeschichte


Im Jahr 1979 gründete Wolfgang Weikert eine Zeitschrift, die nur dem Tennissport gewidmet war. „Münster Tennis Aktuell“ nannte er sein Journal, das in den ersten Ausgaben maximal zwölf Seiten Umfang hatte. Da er hauptberuflich als Lehrer tätig war und im Nebenberuf ein Sportgeschäft führte, suchte er schon bald einen würdigen Nachfolger und wurde mit Stefan Bremicker fündig, der das Blatt schnell auf die Erfolgsspur führte und den Umfang und die Auflage stetig steigerte. Zurzeit erscheint das Journal sechsmal im Jahr und erreicht bei einer Auflage von 6.000 ca. 30.000 Leser.

Sport stand im Zentrum des kleinen Blattes, aber auch Kulturelles, wie z.B. Schützenfeste, gehörten zum Berichtsumfang der Zeitschrift.

Im Jahre 1981 wurde die IG-Tennis – ein Zusammenschluss von zuzeit 24 Münsteraner Tennisclubs – gegründet. Sie organisiert die Sommer- und Winter-Stadtmeisterschaften und kann jedes Jahr wachsende Teilnehmerzahlen verkünden. Die Offene Hallen-Tennis Meisterschaft, der IG Jugend-Sparkassen-Cup, wird im Winter 2019 bereits zum 39. Male ausgetragen und weist wieder stolze Teilnehmerzahlen auf. Von Beginn an wirkten Zeitschrift und Organisation zusammen und förderten den Tennissport in Münster.

Die Anforderungen wuchsen ebenso wie die sportlichen Aktivitäten in Münster. Es lag also nahe, die boomenden Sportarten Squash (1986) und Badminton (1989) mit in die Berichterstattung aufzunehmen.

1988 konnte man der Münster Tennis Aktuell entnehmen, dass die Offene Stadtmeisterschaft im Squash bereits seit 1981 im Rahmen eines nationalen Weltranglistenturniers durchgeführt wurde.

Badminton setzte sich nicht so durch, spielte aber beim Racket-Triathlon, der im Jahre 1989 erstmalig aufgelegt wurde, als Dritte im Bunde neben Tennis und Squash die namensgebende Rolle.

Diese Vielzahl an Ballsportarten machte auch eine neue Titulierung des nun weithin bekannten Journals erforderlich. Nach langer Suche entschieden sich die Verantwortlichen für „smash“ – „Schmetterball“, als verbindendes Element dieser Sportarten. Erweitert um das Kürzel für Münster erscheint die Sportzeitschrift seit 1989 unter dem Titel „ms-smash“.

Was ist eine Sportzeitung ohne sportliche Veranstaltungen, dachte sich Stefan Bremicker und organisierte mit unterschiedlichen Sponsoren zahlreiche Turniere. Darunter war auch das Unternehmen Porsche, das sich bereits in anderen Golfclubs engagierte. Mit der Zeit entschieden sich immer mehr Tennisspieler, sich nach dem schnellen Tennisspiel dem ruhigeren Golfsport zuzuwenden. Schon war man auf dem Weg, Tennis und Golf als Kombination in einem Turnier anzubieten. Aus dieser Idee entstand der Tennis- und Golf-Cup, der, vom Porsche-Zentrum Münster gesponsert, erstmalig 1991 durchgeführt wurde. Er stieß sowohl bei den Herren als auch bei den Damen auf große Begeisterung. Der Tennis- und Golf-Cup erlebte eine Erfolgswelle, die mit dem 25. Event im Jahr 2016 endete.

So lag es dann auch nahe, den Sport mit der kleinen weißen Kugel in die Berichterstattung aufzunehmen. Für das Journal sollte der künftig eine große Rolle spielen.

Für die Golfclubs des Münsterlandes schien die Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt gekommen zu sein. Denn schon bald warb mit dem Warendorfer Golfclub der erste Club mit einer Annonce um neue Mitglieder. Ihm folgten bald die meisten münsterländischen Golfclubs.

Zu einem sportlich herausragenden Höhepunkt gehören die Münsteraner Golf-Stadtmeisterschaften, über die selbstverständlich berichtet wird. In diesem Jahr werden sie zum 20. Mal in Münsters ältesten Clubs Wilkinghege und Tinnen ausgetragen.

Die Sportzeitschrift ms-smash ist somit ein wichtiger Zeitzeuge von Münsters Geschichte des Squash-, Badminton-, Tennis- und Golfsports.

Ihre Redaktion ms-smash