Immobilie in Spanien – 7 Tipps für den sicheren Kauf

Der Kauf einer Immobilie in Spanien stellt nach wie vor den Traum vieler Deutscher dar. Dass der Erwerb nicht nur in finanzieller Hinsicht zu überlegen, sondern auch in juristischer zu planen ist, wird bei der Verwirklichung dieses Traums jedoch oft übersehen.


Aufgrund zahlreicher Unterschiede zwischen dem spanischen und dem deutschen Notariats- und Grundbuchwesen, sollten interessierte Käufer folgendes beherzigen:

1. Lassen Sie sich das Eigentumsrecht Ihres Vertragspartners durch Vorlage eines notariellen Kaufvertrages (Escritura Pública de Compraventa) bzw. der Erbschaftsannahmeurkunde (Aceptación de Herencia) sowie eines aktuellen Grundbuchauszugs nachweisen.

2. Bevor Sie etwaige Vereinbarungen treffen, vergewissern Sie sich unter anderem über nachfolgende Punkte:

  • Ist der Eigentümer allein verfügungsberechtigt?
  • Ist das Objekt frei von Belastungen?
  • Existiert die „referencia catastral“?
  • Sind Swimmingpool, Garage etc. genehmigt?
  • Existieren noch Steuerschulden, für die die Immobilie haftet?
  • Existieren Umlagenrückstände für ein Objekt, das dem Wohnungseigentumsgesetz unterfällt?
  • Lassen Sie sich die Cédula de Habitabilidad vorlegen.

3. Meiden Sie Formularverträge. Stattdessen sollten die Vertragsmodalitäten individuell ausgehandelt und vertraglich festgehalten werden.

4. Bei Baugrundstücken ist darauf zu achten, dass sie Baulandqualität haben und die Mindestgröße für eine spätere Bebauung erfüllen.

5. Informieren Sie sich über die mit dem Grundstückserwerb verbundenen Steuern und Kosten. Diese sind je nach autonomer Region unterschiedlich. In diesem Zusammenhang ist außerdem darauf hinzuweisen, dass Verkäufer häufig auch die gemeindliche Bodenwertzuwachssteuer (plusvalía) vertraglich auf den Käufer abwälzen. Dies kann und sollte diskutiert werden.

6. Die zunächst privatschriftlich abgeschlossenen Vereinbarungen - im Gegensatz zum deutschen Immobilienrecht ist ein privatschriftlicher Kaufvertrag in Spanien wirksam und bindet Sie - sollten schnellstmöglich von einem Notar beurkundet werden.

7. Die Beschaffung einer spanischen Ausländeridentifikationsnummer (N.I.E.) und die steuerliche Anmeldung in Spanien sind Voraussetzungen für die Eintragung in das Grundbuch.

Bei der Vorbereitung und Abwicklung eines Immobilienkaufs unterstütze ich sie gerne, und zwar in deutscher und spanischer Sprache. Prüfung, Einholung des Grundbuchauszugs, Beantragung der N.I.E., Verhandlungen mit dem Verkäufer, Vorbereitung der notariellen - auch zweisprachigen - Urkunde und alle weiteren erforderlichen Schritte können von Deutschland aus veranlasst werden. Ferner begleite oder vertrete ich Sie selbstverständlich vor Ort bei der Beurkundung.   


Für einzelne Fragen oder eine umfassende Beratung steht Ihnen die Autorin Katharina Kroll gern zur Verfügung. Sprechen Sie mich an!




Rechtsanwältin Katharina Kroll
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